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Samstag, 13. Februar 2010

Fahrleitungen Brunnmatt, Loryplatz und Schlossstrasse

17. Dezember 2009

Nach dem Ausblick auf einen Bauabschnitt des Jahres 2010 werfen wir noch einen Blick zurück auf einen Bauabschnitt des Jahres 2008. In der Brunnmatt wurden die Fahrleitungen montiert, die an die bestehende Strecke vom Bahnhof her anschliesst. Rechts ist eine Schutzstrecke zu sehen, die sich gleich nach der Kreuzung in der Brunnmatt befindet und die Stromversorgung des Tram Bern West von derjenigen der bestehenden Strecke in der Effingerstrasse trennt.

Auch in der Kurve bei der Frauenklinik hängen die Fahrleitungen, wie beim Abschnitt zwischen Holenacker und Brünnen sind nicht nur die zwei Drähte für die Fahrdrähte in beiden Richtungen sondern dazwischen auch noch zwei Drähte als Speiseleitung montiert. Zwischen den Haltestellen Loryplatz und Schlossmatt sind die Fahrleitungen, wie rechts gezeigt ist, anders als normal aufgehängt, vermutlich ermöglicht die „flexible“ Aufhängung eine grössere Fahrgeschwindigkeit.

Die Fahrleitungsaufhängung bei der Haltestelle Schlossmatt erscheint schon konventioneller. In der Schlossstrasse wurden übrigens Fahrleitungsmasten und die Queraufhängungen der Trolleybusfahrleitung wiederverwendet, was am „Nummernschild“ der Aufhängung zu erkennen ist. In den anderen bereits mit Fahrleitung ausgestatteten Abschnitten war dies nicht der Fall, da wurden entweder beidseitig (Raum Unterführung, Brünnen) oder einseitig (Holenacker bis Gäbelbach, mit Auslegern) neue Masten aufgestellt.

Zwischen Schlossmatt und Steigerhubel konnte schon bei der Trolleybusfahrleitung weitgehend auf Masten verzichtet werden, auch die Tramfahrleitung ist an den umliegenden Häusern befestigt. Mit den umliegenden Bäumen scheint die Fahrleitung relativ unscheinbar über der Strasse zu fliegen.

Kurz nach der Haltestelle Steigerhubel endet die Fahrleitung momentan, die wenigen folgenden Meter werden vermutlich später zusammen mit den Bauabschnitten in Ausserholligen des Jahres 2010 mit Fahrleitung ausgestattet.

Mit diesem Bericht ist die Dokumentation des Baujahres 2009 abgeschlossen, die nächsten Bilder werden die Bauarbeiten im Februar 2010 zeigen.

Samstag, 12. September 2009

Intensivbauphase, Fertigstellungsarbeiten und Inbetriebnahme Schlossstrasse

9. September 2009

Nach längerer Zeit besuchte ich wieder einmal die Baustelle in der Schlossstrasse. Mittlerweile hat eine neue Bauphase begonnen, der letzte Abschnitt kurz vor dem Europaplatz (also eigentlich in der Freiburgstrasse) ist nun in Arbeit. Die Sperrung dieses Abschnittes der Freiburgstrasse macht eine Umleitung der Linien 13 und 14 in beiden Richtungen durch die Weissensteinstrasse nötig, was aufgrund deren Belastung zu zeitweise chaotischen Verhältnissen führt.

Die jetzige Bauphase dauert zum Glück nicht lange, die Strasse wurde hier bereits aufgerissen und das Trasse für den Tramtrog ist abgesteckt.

Gleich hinter dem Bagger fuhren vor drei Tagen noch die Busse durch, die Arbeiten gehen also wirklich zügig vorwärts. Im Vordergrund ist der Beginn des stadteinwärts führenden Gleises zu erkennen.

Weil der Verkehr nur stadtauswärts den Engpass an dieser Stelle passierte während der vorherigen Bauphase ist das stadteinwärts führende Gleis (hier rechts) schon weiter gebaut. Für das auswärts führende Gleis ist jetzt aber der Gleistrog erstellt, sobald dieser ausgekleidet ist, kann mit dem Verlegen der Gleise begonnen werden.

Auf der anderen Seite ist das stadteinwärts führende Gleis zu sehen. Hier sind die Arbeiten praktisch beendet. Die Strasse ist hier befahrbar für Zubringer und Baustellenverkehr.

Sogar die Fugen entlang des Tramgleises wurden aufgefüllt. Diese verlaufen ziemlich genau über dem Tramtrog. Nach dem Einbetonieren wird die ganze Strasse mit dem Strassenbelag ausgestattet. Sobald dieser vollständig aufgetragen ist, wird über dem Tramtrog der Belag wieder aufgetrennt und mit einer elastischen Masse gefüllt.

Auf der anderen Seite fehlt das Füllmaterial in den Fugen noch, hier wurde der praktisch fertige Strassenbelag, dieser wurde über den seitlichen Grenzen des Tramtroges „aufgeschnitten“.

Bewegen wir uns etwas weiter und gelangen so zur Haltestelle Steigerhubel. Auch hier wurde der Strassenbelag aufgetragen, die Arbeiten konzentrieren sich momentan auf den Strassenrand und Haltestellenbereich. Im Vordergrund sind die Fundamente für die Bäume zu sehen, die neu gepflanzt werden (als Ersatz für diejenigen, die an diesem Ort den Bauarbeiten weichen mussten).

Im Haltestellenbereich bei den Haltestellen Steigerhubel und Schlossmatt wird jeweils in der Mitte der Strasse über die gesamte Länge der Haltestelle eine Mittelinsel angelegt. Diese verhindert einerseits das Überholen des Tram an der Haltestelle (Verkehrsberuhigung) und ermöglicht andererseits das sichere Überqueren der Strasse. Vor den Bauarbeiten waren zu diesem Zweck in dieser Region zwei (für Velos und Busse sehr mühsame) Fussgängerampeln aufgestellt.

Wieder einmal ein Foto der sehr ähnlich aussehenden Haltestelle Schlossmatt. Auch hier sind die Mittelinsel und die Fundamente für die Bäume zu sehen, der Baustand ist hier ein bisschen weiter fortgeschritten.

Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf den Loryplatz. Mit dem Beginn der jetzigen Bauphase wurde dieser praktisch endgültig dem Verkehr übergeben, die Busse der Linien 13 und 14 bedienen stadteinwärts die neue Tramhaltestelle. Kurz vor dieser Haltestelle befindet sich diese Ampel, die zumindest zur Zeit noch ausschliesslich den Fussgängern dient, die hier eine breite Strasse überqueren müssen, weil in der Mitte ein Eigentrasse für das Tram Platz haben muss.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Intensivbauphase und Fertigstellungsarbeiten Schlossstrasse

4. Juli 2009

Der östliche Teil der Schlossstrasse ist an diesem Samstag schon bereit für den Verkehr, der hier ab dem kommenden Montag darüberrollen wird. Die Umleitung für die Busse wird auf einen kleineren Teil der Strecke beschränkt, weil die Kreuzung mit der Huberstrasse nun auch fertig ist. Im Bild links ist der westliche Abschluss des Loryplatzes abgebildet.

Rechts zeigt das Foto die besagte Kreuzung. Das Tram wechselt hier stadtauswärts vom Eigentrasse in der Mitte der Strasse in den Mischverkehr an den Strassenrand. Gut zu sehen ist auch der grosszügige Wartebereich für die Velos, der von den Velofahrenden sicher geschätzt wird, sobald hier eine Lichtsignalanlage den Verkehr regelt.

Bei der Haltestelle Schlossmatte sind seit dem letzten Besuch die Gleise im Haltestellenbereich verlegt worden. Die Gleise werden mit den Randsteinen für die Haltestelle beschwert. Die neue Haltestelle wird praktisch am gleichen Ort entstehen, wie sie sich schon vor den Bauarbeiten befunden hat.

Mit dem Ende des Haltestellenbereiches enden auch die Schienen. Bevor weitere Schienen verlegt werden, wird über eine sehr lange Strecke der Tramtrog gebaut, scheinbar will man dann einen grossen Abschnitt in einem Aufwisch erledigen, vielleicht liegt das ja an der Ferienzeit.

Vom Ende der Haltestelle Schlossmatte wurde der Tramtrog schon ein wenig Richtung Steigerhubel weitergezogen.

Weiter von der Haltestelle entfernt ist der Mittelstreifen des Tramtroges noch nicht errichtet. Auf diesem Streckenabschnitt fällt ebenfalls auf, dass das Tramtrasse dicht entlang des linken Strassenrandes gebaut wird. Das liegt einerseits daran, dass auf der linken Seite das Trottoir hinter der Baumreihe verläuft, auf der rechten Seite hingegen vor den Bäumen.

Vielleicht werden in diesem Abschnitt der Schlosstrasse aber auch – wie im ostseitigen Abschnitt – stadteinwärts (also links im Bild) die Velos über das breite Trottoir hinter den Bäumen geführt. Diese Vermutung könnte durchaus zutreffen, wie hier zu erahnen ist, wird der Tramtrog ziemlich nahe an den Bäumen gebaut werden. Mit vertikalen Stäben ist der Verlauf des Troges bereits „skizziert“.

Kurz vor der Haltestelle Steigerhubel wurde erst die Strasse aufgerissen und die Betonfundamente für Senklöcher oder Stollenzugänge erstellt. Bald wird aber auch hier der Gleistrog erstellt, das Gelände scheint schon planiert zu sein.

Freitag, 24. Juli 2009

Loryplatzfest

27. Juni 2009

Zum zweiten Mal seit Beginn der Bauarbeiten fürs Tram Bern West konnte ein Abschnitt feierlich eröffnet werden. Am 27. Juni wurde der umgebaute Loryplatz eröffnet, der Bau der Tramlinie bot die Gelegenheit für eine gründliche Umgestaltung.

Wie schon bei der Eröffnung der Überbauung in Brünnen fuhr auch hier wieder das Dampftram! Die Anwohner des Loryplatzes mussten allerdings im offenen Güterwagen Platz nehmen, in Brünnen konnte noch der Komfort des Personenwagens genossen werden...

Am Loryplatz stand auch wieder der Infobus, der ja auch ein Tram sein soll. Im Innern sind die Pläne der Tramlinie zu sehen. Schade ist, dass diese nur im Bus zu sehen sind und nicht beispielsweise auch auf der offiziellen Homepage verfügbar sind; bei vielen anderen Tramprojekten ist bzw. war dies der Fall.

Das Dampftram pendelte auf dem im Jahr 2008 gebauten Abschnitt zwischen dem Loryplatz und der Brunnmatt. Vom Loryplatz her wurde vorwärts auf dem stadteinwärts führendem Gleis gefahren, also so wie ab 2010 planmässig gefahren wird.

Viele Leute wollten mit dem Dampftram fahren, dazu hat man schliesslich nicht jeden Tag die Möglichkeit, schon gar nicht kostenlos!

Das Dampftram fuhr auf demselben Gleis rückwärts wieder zurück, hier ist es aber schon bei der nächsten Fahrt zu sehen und passiert vorwärts die provisorische Bushaltestelle Loryplatz.

Rückwärts passiert das Dampftram gleich den Infobus. Zur Sicherheit wurde ein Teil der zu befahrenden Strecke mit Gittern von der Strasse abgetrennt, weil das Dampftram auf der falschen Strassenseite fuhr.

Gleich erreicht das Dampftram seine Endhaltestelle auf dem Loryplatz, wo schon neue Passagiere auf ihre Fahrt warten. Das Dampftram hat sicher viel zum gelungenen Einweihungsfest beigetragen!

Sonntag, 17. Mai 2009

Gleisbauarbeiten Loryplatz und Schlossstrasse

8. Mai 2009

Wie im letzten Beitrag berichtet, war alles bereit für das Verlegen der ersten Gleise im Jahr 2009. Die Arbeiten gingen sehr rasch vonstatten, so dass es mir nicht gereicht hat, die verlegten Gleise zu fotografieren, kaum lagen sie auf den Unterlagssteinen wurden sie auch schon einbetoniert.

Das Prozedere ist aber ähnlich vonstatten gegangen, wie ich bereits hier mal dokumentiert habe. Die Schienen werden bis auf ein, zwei Zentimeter unter der Gleisoberkante einbetoniert. Hier in der Schlossstrasse sind die Tramgleise schon einbetoniert, ansonsten sind aber noch keine Arbeiten an der Strasse sichtbar. Als Nächstes folgen dann Randsteine, Verkehrsinseln, Haltestellenkanten und so weiter.

Bei der Kreuzung Schlossstrasse/Huberstrasse trennen sich die einzelnen Spuren. Der Verlauf der Fugen, die später den Asphalt trennen werden, ist hier bereits zu erahnen, sie werden recht genau der Holz-Einschalung des Tramtroges folgen. Diese wird übrigens noch entfernt, sie wurde nur für das Betonieren gebraucht.

Matterhorn in der Schlossstrasse! Für diesen Berg wird aber ein Bagger ausreichen, da braucht es keine Tunnelbohrmaschine, um den Weg Richtung Westen frei zu machen!

Vorbereitungen für den Gleisbau Loryplatz und Schlossstrasse

2. Mai 2009

Schlossstrasse und Loryplatz:

Einen Schritt weiter ist der Trambau auf dem Loryplatz. In den bereits erstellten und mit Dämmmaterial ausgekleideten Tramtrog wurden die Gleisunterlagssteine verlegt. Auf diese werden dann die Schienen verlegt, bevor sie einbetoniert werden.

Hier ist zu sehen, wo die Haltestelle Loryplatz beginnt. Bei den Haltestellen wird der Tramtrog meistens breiter gebaut, die Fuge zwischen dem Gleisbereich und der Umgebung liegt meistens einige Dezimeter hinter der Haltestellenkante. Diese Bauart ist an der Ausbuchtung des Gleistroges zu erkennen.

Auch in der Schlossstrasse wurden die Gleisunterlagssteine verlegt. Wofür die Armierungseisen an diesem Ort benötigt werden, weiss ich leider nicht. Es fällt aber auf, dass die Unterlagssteine hier noch nicht alle ausgerichtet sind, einige fehlen zudem noch und sind zurzeit am Rand gelagert.

Auf diesem Bild ist der erste Bauabschnitt der Schlossstrasse im Überblick zu sehen. Auffallend ist die Position des Tramtrassees in der Mitte Strasse. Die Trams werden also prominent in der Mitte zwischen den Bäumen fahren, die Autos den Baumreihen respektive auf der linken Seite dem Trottoir entlang. Die Strasse ist recht breit, vor dem Trambau hätte die Strasse von der Breite her fast vierspurig sein können.

Der Bauabschnitt 4 ist schon auf der gesamten Länge mit Tramtrog samt Gleisunterlagssteinen ausgestattet, wie hier zu sehen ist.

Ende des Bauabschnittes 4: Bis hier werden die Gleise verlegt; für den nächsten Bauabschnitt wird dann die Sperrung der Kreuzung mit der Huberstrasse notwendig. Hier wird übrigens der Übergang vom Eigentrasse in der Mitte der Strasse zum Mischverkehr im oberen Teil der Schlosstrasse zu liegen kommen, erkennbar an der Aufteilung des Trassees.