Freitag, 24. Juli 2009

Intensivbauphase und Abschlussarbeiten Schlossstrasse

27. Juni 2009

Im Jahr 2009 gibt es zwar keine Bauabschnitte, die durch spektakuläre Weichen, Wendeschlaufen oder Kreuzungen auffallen, dafür werden zwei lange Abschnitte gebaut. Der längste Abschnitt wird aber dann der im Jahr 2010 zu erstellende Streckenteil in Bümpliz sein.

Um alle diese Meter zurückzulegen, wird fleissig weiter gebaut, der Tramtrog wird von der Schlossmatte weiter Richtung Steigerhubel und Ausserholligen gezogen, hier ist er in einem relativ frühen Stadium zu erkennen.

Am weitesten fortgeschritten ist die Haltestelle Schlossmatte, diese schliesst sich auch an den schon gebauten Abschnitt in der Schlossstrasse an. Nebst dem Tramtrog bei der Haltestelle sind Fundamente zu sehen, in deren Innenraum dann später Bäume gepflanzt werden. Es mussten an dieser Stelle einige Bäume dem Trambau weichen, insgesamt werden aber nach Abschluss der Arbeiten mehr Bäume entlang der Tramlinie stehen als zuvor.

Hier ist also der momentane Abschluss der Gleise vom Loryplatz her. Zudem ist an dieser Stelle von unten nach oben praktisch der ganze Trambau chronologisch zu erkennen: zuerst der Tramtrog, dann der betonierte Unterbau und die Verstrebungen gegenüber dem Tramtrog, darauf die Gleise, die einbetoniert werden, schliesslich Randsteine und die verschiedenen Schichten des Strassenbelages.

Nochmals ein Blick auf den Tramtrog bei der künftigen Haltestelle Schlossmatt stadtauswärts.

Die Bauarbeiten auf der Kreuzung mit der Huberstrasse wurden bereits weitgehend abgeschlossen, es fehlen noch die Markierungen auf der Kreuzung. gut zu sehen ist, dass das linke Gleis am Strassenrand ist und das rechte nach der Kreuzung an den Strassenrand wechselt.

Hier ist auch zu sehen, dass in der Umgebung der Kreuzung mit der Huberstrasse der Wechsel vom „Eigentrasse“ in der Mitte der Strasse zum Mischverkehr stattfindet. Das linke Gleis wechselt erst nach der Kreuzung in die Mitte der Strasse.

Die Schlossstrasse ist zwischen Schlossmatte und Loryplatz schon fast fertig gebaut. Auch die Fugen entlang der Gleise sind mit elastischem Material gefüllt und die Markierungen für die Strasse sind bereits angebracht. So wie es aussieht dürfen stadteinwärts fahrende Autos das Tramtrasse mitbenutzen, aber vielleicht ändert sich dies ja noch, sobald das Trottoir auf der rechten Seite für das Befahren durch Velos hergerichtet ist.

Gleisbauarbeiten Bethlehemstrasse

25. Juni 2009

Am 15. Juni konnte ich vom Tramtrog in der Bethlehemstrasse berichten, inzwischen wurden im Trog Schienen verlegt, was mir die Gelegenheit gibt, etwas detaillierter über die Tramgleise und den Gleisbau zu berichten. Als Spezialität wurde hier in der Bethlehemstrasse nur das stadtauswärts führende Gleis verlegt, weil die Bethlehemstrasse an dieser Stelle sehr schmal ist.

Bevor die Gleisbauarbeiten beginnen können, müssen natürlich zuerst die Strasse aufgerissen und allfällige Leitungsarbeiten erledigt werden. Zum Gleisbau: Zuerst wird in der Strasse ein Gleistrog ausgehoben, abgesteckt, geschalt und dann betoniert.

Der Gleistrog wird darauf mit schalldämmendem Material ausgekleidet. Nun können Gleisunterlagssteine verlegt werden (auf dem Bild zu sehen, sie sind quaderförmig und erinnern ein wenig an Lego-Klötchen). Die Gleise werden dann auf diese Unterlagssteine verlegt.

Die Schienen werden ausgerichtet und auch mit Distanzhaltern gegenüber dem Tramtrog fixiert. Sobald die Schienen gut ausgerichtet sind, können die einzelnen Schienenstücke zusammengeschweisst werden, denn sie werden in Stücken angeliefert.

Das eigentliche Verlegen der Schienen kann man sich fast wie auf der Modellbahn vorstellen. Die Schienen werden in fixfertig vorgebogenen Stücken angeliefert, die beiden Schienenstränge sind nicht durch Schwellen (und ein Schotterbett-Imitat) verbunden, sondern durch Metallleisten.

Die Ausrichtung der Gleise ist natürlich eine sehr wichtige Arbeit, weil Tramgleise dann einbetoniert werden und nicht mehr verschoben werden können, im Gegensatz zu Gleisen der richtigen Eisenbahn. Ebenso ist der Gleisersatz viel aufwändiger, weil die Strassen aufgerissen werden müssen.

Die Gleise werden also an den Schienenenden (hier im Bild) und in der Schienenmitte mit Distanzhaltern gegen den Gleistrog nach aussen ausgerichtet. Zwischen den nahe beieinander liegenden Distanzhaltern, die hier im Bild zu sehen sind, ist eine kleine Lücke zwischen den Schienen, die noch zugeschweisst wird.

Hier bei der Bethlehem Kirche endet das Teilstück in Bethlehem, das im 2009 gebaut wird. Gut zu sehen ist noch die Folie, mit der der Tramtrog ausgekleidet wird.

Freitag, 17. Juli 2009

Geht denn hier gar nichts?

Im letzten Monat ist hier tatsächlich nicht sehr viel gegangen, was aber nicht heisst, das nichts dokumentiert wurde. Neue Bilder sind unten bei den Updates zu finden. Diese Bilder werden dann auch noch in Beiträge kommentiert, was aber recht viel Zeit braucht.
Bis dahin bitte ich noch um etwas Geduld, dafür gibt´s dann auch mal etwas wirklich neues zu sehen, nämlich die ersten Fahrleitungen für das Tram Bern West.

Updates:
- Fotos vom 13. Juli online (Intensivbauphase Schlossstrasse)
- Alle Beiträge bis und mit 4. Juli erstellt (siehe weiter oben).
- Fotos für fünf Beiträge ausgewählt und in Beiträge eingefügt, Publikation erfolgt sobald der Text erstellt wurde. Im letzten davon wird auch Adrianos Frage beantwortet werden, ich habe bin dieser Speiseleitung im wortwörtlichen Sinne nachgegangen, aber zuerst kommen die sieben anderen Beiträge.
- Fotos vom 25. Juli online (Intensivbauphasen Schlossstrasse und Bethlehembrücke, Fahrleitungen Bethlehem und Brünnen)

Mittwoch, 24. Juni 2009

Intensivbauphase Bethlehembrücke

15. Juni 2009

Momentan geht es aufwärts – leider noch nicht wirtschaftlich, aber doch zumindest mit den Brückenköpfen der Bethlehembrücke. Hier ist der Bethlehem-seitige Brückenkopf zu sehen, der jetzt etwa so weit hochbetoniert ist wie die Rampe der alten Brücke belassen wurde.

Hier ist im Vordergrund der Brückenpfeiler zusehen, dahinter liegt der Stöckacker-seitige Brückenkopf, dazwischen liegt die Bahnlinie. Die Baustelle ist natürlich besonders anspruchsvoll, weil eine Brücke über eine Bahnlinie mit laufendem Zugverkehr gebaut werden muss.

Von der anderen Seite ist nicht zu sehen, wie weit der Brückenkopf auf der Stöckacker-Seite schon gebaut wurde. Hinter einer Absperrung gegen die Bahnlinie wurde geschalt und so wird die Stahlbetonmauer des Brückenkopfs Stück für Stück hochgezogen.

Im Stöckacker wird nicht nur am Brückenkopf gearbeitet, es werden auch laufend einige Teilstücke der beiden Mauern, die die Rampe begrenzen, erstellt.

Wie dieses Bild zeigt, wurden auch auf der rechten Seite schon einige Stücke der Seitenmauer errichtet. Schön zu sehen ist hier, dass auf dieser Seite die Rampe ziemlich weit nach unten abgetragen wurde, währendem auf der anderen Seite teilweise Elemente der alten Brücke in die neue Brücke „eingearbeitet“ wurden.

Nochmals ein Blick zurück Richtung Bahnlinie. Am fehlenden Zwischenabschnitt ist gut zu sehen, wie die Mauern gebaut werden. Bevor betoniert werden kann, muss geschalt werden (hier auf der hinteren Seite bereits geschehen) und es müssen die Stahl-„Stäbe“ aufgestellt werden. Bei den bereits gemauerten Teilen ist auch zu sehen, dass noch Stahl-„Stäbe“ zum Weiterbau herausragen.

Tramtrog in der Bethlehemstrasse

15. Juni 2009

Nachdem längere Zeit im kurzen Abschnitt der Bethlehemstrasse zwischen Bethlehem Säge und Bethlehem Kirche vorwiegend Leitungsarbeiten das Geschehen auf der Baustelle dominierten, hat nun der eigentliche Trambau begonnen. Im Strassenteil nahe der Kirche ist davon aber noch nichts zu sehen.

Die Bethlehemstrasse ist zwischen Säge und Kirche ziemlich schmal. Vor den Bauarbeiten konnten die Autos nur von der Säge zur Kirche fahren, nur Velos durften auch in der Gegenrichtung verkehren. Ein Tottoir fand nur auf der einen Seite der Strasse Platz. Die Strasse wurde nicht planmässig durch den öffentlichen Verkehr befahren, vor Jahren verkehrte hier mal in einer Richtung der Ortsbus der Linie 27.

Neu müssen in dieser Strasse die Tramgleise in beiden Richtungen Platz finden. Die neue Linienführung ermöglicht es, bei der Bethlehemkirche einen Umsteigeknoten zwischen Tram (8 Brünnen Bahnhof und 8 Saali), Ortsbus (27 Weyermannshaus und 27 Niederwangen Bahnhof/Erle) und Postauto (101 Bern Bahnhof und 101 Hinterkappelen).

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird es neu auch auf der Seite, die hier rechts zu sehen ist, ein Trottoir geben. Beide Trottoirs werden aber schmaler sein als das alte auf der linken Seite. Wohl auch wegen den beengten Platzverhältnissen ist erst eine Seite des Tramtroges erstellt worden, gut zu sehen ist auch, dass nur auf der rechten Seite eine Begrenzung betoniert worden ist, auf der linken Seite besteht die Abgrenzung nur aus Holzplatten.

Kurz vor der Kreuzung mit der Bümplizstrasse endet der Tramtrog, hier wird aber noch dieses Jahr weitergebaut, auf der anderen Seite der Kreuzung wird die Haltestelle Bethlehem Säge gebaut werden und danach folgt dann die neue Bethlehembrücke.

Intensivbauphase Bethlehembrücke

23. Mai 2009

Die Bauarbeiten sind im Mai fleissig weitergegangen, auch wenn die einzigen Gleise des Monats bereits ganz zu Beginn verlegt wurden. Bei der Bethlehembrücke sind langsam erste erste Konturen der neuen Brücke sichtbar, dieses Bild wird durch die provisorische Wand gegen das Bahntrasse dominiert. Im Schutze dieser Wand wird der Brückenkopf auf der Stöckackerseite Stück für Stück hochgezogen.

Bereits ist hier ein Teil der seitlichen Abschlussmauer der Rampe zu sehen. Die neue Bethlehembrücke wird höher als die alte, was an der neuen Mauer gut zu erahnen ist.

Auf der Seite Bethlehem wird der alte Brückenkopf in die neue Brücke integriert, hier ist zu sehen, dass der neue Brückenkopf vor dem alten erstellt wird, die Armierungseisen sind gut sichtbar.

Nun sind auch auf der Bethlehemer Seite die bereits neu gebaute Leitungsrohre auszumachen. Diese hier sind sogar schon einbetoniert, warten noch auf ihre Fortsetzung hangabwärts.

Sonntag, 17. Mai 2009

Gleisbauarbeiten Loryplatz und Schlossstrasse

8. Mai 2009

Wie im letzten Beitrag berichtet, war alles bereit für das Verlegen der ersten Gleise im Jahr 2009. Die Arbeiten gingen sehr rasch vonstatten, so dass es mir nicht gereicht hat, die verlegten Gleise zu fotografieren, kaum lagen sie auf den Unterlagssteinen wurden sie auch schon einbetoniert.

Das Prozedere ist aber ähnlich vonstatten gegangen, wie ich bereits hier mal dokumentiert habe. Die Schienen werden bis auf ein, zwei Zentimeter unter der Gleisoberkante einbetoniert. Hier in der Schlossstrasse sind die Tramgleise schon einbetoniert, ansonsten sind aber noch keine Arbeiten an der Strasse sichtbar. Als Nächstes folgen dann Randsteine, Verkehrsinseln, Haltestellenkanten und so weiter.

Bei der Kreuzung Schlossstrasse/Huberstrasse trennen sich die einzelnen Spuren. Der Verlauf der Fugen, die später den Asphalt trennen werden, ist hier bereits zu erahnen, sie werden recht genau der Holz-Einschalung des Tramtroges folgen. Diese wird übrigens noch entfernt, sie wurde nur für das Betonieren gebraucht.

Matterhorn in der Schlossstrasse! Für diesen Berg wird aber ein Bagger ausreichen, da braucht es keine Tunnelbohrmaschine, um den Weg Richtung Westen frei zu machen!

Vorbereitungen für den Gleisbau Loryplatz und Schlossstrasse

2. Mai 2009

Schlossstrasse und Loryplatz:

Einen Schritt weiter ist der Trambau auf dem Loryplatz. In den bereits erstellten und mit Dämmmaterial ausgekleideten Tramtrog wurden die Gleisunterlagssteine verlegt. Auf diese werden dann die Schienen verlegt, bevor sie einbetoniert werden.

Hier ist zu sehen, wo die Haltestelle Loryplatz beginnt. Bei den Haltestellen wird der Tramtrog meistens breiter gebaut, die Fuge zwischen dem Gleisbereich und der Umgebung liegt meistens einige Dezimeter hinter der Haltestellenkante. Diese Bauart ist an der Ausbuchtung des Gleistroges zu erkennen.

Auch in der Schlossstrasse wurden die Gleisunterlagssteine verlegt. Wofür die Armierungseisen an diesem Ort benötigt werden, weiss ich leider nicht. Es fällt aber auf, dass die Unterlagssteine hier noch nicht alle ausgerichtet sind, einige fehlen zudem noch und sind zurzeit am Rand gelagert.

Auf diesem Bild ist der erste Bauabschnitt der Schlossstrasse im Überblick zu sehen. Auffallend ist die Position des Tramtrassees in der Mitte Strasse. Die Trams werden also prominent in der Mitte zwischen den Bäumen fahren, die Autos den Baumreihen respektive auf der linken Seite dem Trottoir entlang. Die Strasse ist recht breit, vor dem Trambau hätte die Strasse von der Breite her fast vierspurig sein können.

Der Bauabschnitt 4 ist schon auf der gesamten Länge mit Tramtrog samt Gleisunterlagssteinen ausgestattet, wie hier zu sehen ist.

Ende des Bauabschnittes 4: Bis hier werden die Gleise verlegt; für den nächsten Bauabschnitt wird dann die Sperrung der Kreuzung mit der Huberstrasse notwendig. Hier wird übrigens der Übergang vom Eigentrasse in der Mitte der Strasse zum Mischverkehr im oberen Teil der Schlosstrasse zu liegen kommen, erkennbar an der Aufteilung des Trassees.

Intensivbauphase Bethlehembrücke

25. April 2009

Die Arbeiten an der Bethlehembrücke gehen weiter. Bevor überhaupt alle Teile der alten Brücke abgebrochen sind, wurden schon die Leitungen in der Rampe der neuen Brücke einbetoniert.

Dank der abgebrochenen Brücke ist von der provisorischen Fussgängerbrücke aus die Sicht frei auf die Bahnlinie und die Strasse dahinter. Noch sind nicht ganz alle Teile des alten Brückenkopfes abgebrochen.

Dieses Bild wurde von der Fussgängerbrücke aus gemacht. Im Vordergrund sind die entlang der Brücke geführten provsorischen Rohrleitungen zu sehen, im Hintergrund ist auch hier der Blick auf die Bahnlinie frei. Zu sehen sind auch Fahrleitungsmasten, die in dieser Bauart kaum freistehend zu sehen sind.

Auch der Brückenkopf auf Bethlehemer Seite ist noch nicht ganz abgebrochen. Auch die seitlich abschliessende Betonmauer der Rampe, die hier zu sehen ist, wird wohl noch abgebrochen.

Für weitere Abbruch- und Aushubarbeiten steht dieser Bagger bereit und wartet auf den nächsten Arbeitstag.